4. Etappe von Bilbao mit Zwischenstop in Brazuelo nach Ourense und dortiger Aufenthalt
Das ist nun der vierte Bericht von unserer Reise und betrifft die Etappe von Bilbao nach Ourense mit einem Zwischenstopp in Brazuelo und den Aufenthalt in Ourense.
Um 10:30 Uhr am 20.03. sind wir in Bilbao gestartet und um 17:00 Uhr in Brazuelo angekommen. Bärbel ist wieder zuerst gefahren und es ist alles gut verlaufen auf dieser Etappe und wir kamen sehr gut voran bei wieder mal tollem Wetter. Mittags haben wir kurz eine Semmel gegessen und dann bin ich weiter gefahren bis zu unserem Schlafplatz. Das war eine einfache Tankstelle mit einem kleinen Restaurante, aber einem großen Parkplatz. Zwar nur Schotter und man musste zusehen das man einen Platz findet wo es nicht nach Urin und Kloake stink. Das haben wir geschafft. Da waren wir noch guter Dinge, aber nicht mehr lange ……
aber hier zuerst die Bilder von der Fahrt von Bilbao zu dem Schlafplatz
und hier drei Bilder von unserem Schlafplatz / Tankstelle
Da wir mal ausprobieren wollten, ob wir eine Nacht ohne Landstrom klarkommen, hatten wir an diesem Platz keinen Landstrom. Das hätten wir, bzw. ich besser mal gepfiffen.......!!!!! Unser Stromvorrat ging schlagartig in den Keller, so dass wir uns sagten: diese Nacht werden wir nicht ohne Strom überstehen. Somit haben wir uns den Wecker auf 05:00 Uhr gestellt. Ich habe am Abend noch einen Platz in Ourense gefunden der günstig und all in war, also mit Strom, Wasser, Abwasser usw. Bis Ourense waren es noch mal ca. 200 Kilometer und drei Stunden Fahrzeit. Der Wecker hat uns nicht geweckt, sondern das Gepiepse des Kühlschrankalarms hat uns um 4:30 Uhr aus dem Bett geschmissen!!! Wir sind dann aufgestanden und haben mal nachgesehen was wir noch an Strom haben. Es waren genau 0% und somit ist alles ausgefallen. Wir hatten kein Wasser, konnten die Tür nicht öffnen, die Stützen konnten nicht eingefahren werden usw. Ich habe den Motor gestartet, dann mit der Notentriegelung die Tür geöffnet und bin ausgestiegen um nach dem Hauptschalter zu sehen. Der war rausgesprungen und ich habe ihn wieder aktiviert. So konnten wir wenigstens die Stützen einfahren und weiterfahren. Zuerst sind wir bis zur nächsten Tankstelle gefahren und haben noch mal vollgetankt. „Mann“ lernt ja aus seinen Fehlern und somit habe ich auf meine Frau gehört und wir tankten.
Und hier ist uns die nächste Katastrophe passiert. Wir stehen beide an der Zapfsäule und sehen zu wie der Diesel in den Tank läuft. Bärbel fragte mich, ob ich denn die Tür bei gemacht hätte damit es nicht so kalt im Alfredo wird? Natürlich habe ich das nicht und so bin ich dann zur Tür gegangen und habe diese geschlossen. Oh mein Gott, ohne Strom kann man die Tür nicht von außen öffnen und Strom hatten wir ja keinen, schöne Schei…..!!!!! Also bin ich zum Tankwart gegangen und habe gefragt, so gut ich konnte, ob er irgendwo eine Steckdose hat wo wir unser WoMo kurz anschließen könnten da wir ein sehr sehr großes Problem hätten. Und siehe da, er hat mich tatsächlich nach einigem hin und her verstanden. Er kam raus und zeigte uns eine Steckdose die einige Meter vor uns in der Wand war. Also Kabel raus, Stecker in die Steckdose und dann konnten wir die Tür mit dem Notschalter öffnen. Uff …. Noch mal Glück gehabt.
Aber jetzt nichts wie weiter nach Ourense damit wir schnellstens an Landstrom kommen, denn unser Kühlschrank und die Gefriertruhe waren ja immer noch ohne Strom. Bis Ourense hatten wir dann keine Vorkommnisse mehr, so dass wir dort um 8:30 Uhr angekommen sind. Den Platz haben wir auch auf Anhieb gefunden. Hier standen wir vor der Schranke und die Reception war noch geschlossen. Als wir noch etwas Ratlos waren, kam eine Junge Mitarbeiterin von der Tankstelle gegenüber die sehr freundlich und Hilfsbereit war. In diesem Moment hatten wir mal Glück, denn die Mitarbeiter von der Tanke übernehmen das einchecken für den Campingplatz, wenn dort die Reception nicht besetzt ist. Bärbel hat mit ihr alle Formalitäten erledig und so konnten wir 10 Minuten später auf unseren Stellplatz fahren. Dort eingeparkt wurde in Windeseile der Landstrom angeschlossen damit unsere Kühlungen wieder funktionierten. Das hat auch funktioniert, aber wir konnten keine Stützen runterlassen. Sobald wir etwas zusätzlich eingeschaltet haben, viel der Strom wieder zusammen. Fazit, wir hatten doch ein größeres Problem und das galt es für mich zu lösen. Ich habe alle Sicherungen gecheckt, habe den Hauptschalter mehrfach ein und ausgeschaltet, aber alles half nichts. Ich war wirklich der Verzweiflung nahe, dachte mir aber, hilft ja nichts, vielleicht sind die Aufbaubatterien tiefenentladen und müssen nur ein paar Stunden laden. Also Wolli, mach zuerst mal ein Nickerchen und danach sieht die Welt bestimmt besser aus. Geschlafen habe ich ganz gut, aber die Elektrik gab immer noch keinen Muxs von sich. Also Wolli habe ich mir gesagt, mach es wir früher und geh mal 5 Minuten an die frische Luft. Ein paar Stellplätze neben uns stand ein Camper aus Solingen und den wollte ich fragen ob er evtl. einen Rat für mich hätte, aber leider hatte er zuerst mal keinen. Nicht so gut, also weitersuchen. Als ich so am suchen war kam Ralf, so hieß der Camper, mit einem Prüflämpchen um noch mal alle Sicherungen zu überprüfen. Aber das ist nicht so einfach, da es in dem Elektrofach keine Masse gibt. Nun waren wir schon zwei die ziemlich Ratlos waren. Ralf fragte mich dann so beiläufig ob die Batterien denn einen Reesetknopf hätten und wenn ich ehrlich bin habe ich davon noch nichts gehört. Aber ok, Wolli schalte dein Hirnkästchen doch ein und dann viel es mir wie Schuppen von den Augen, ich hatte doch eine Beschreibung zwischen meinen ganzen Unterlagen vom Alfredo. Diese geholt und siehe da, ja die Batterien haben diesen Knopf. Gefunden, reingedrückt, klick gemacht und siehe da, das Problem war gelöst. Stützen lassen sich ausfahren und alles andere funktioniert auch wieder tadellos. Als wir das Problem gelöst hatten waren Bärbel und ich wirklich sehr erleichtert.
Ralf habe ich dann noch von unserem Gasproblem erzählt, aber da wusste er sich auch keinen Rat, außer, einen Anschluss nach dem anderen abschrauben, kurz den Hahn aufdrehen und sehen ob Gas kommt. Ich habe ihm für den Tipp gedankt und gesagt das das meine Aufgabe für den nächsten Tag sei, für heute reicht es mir!
Somit konnten wir dann wieder frohen Mutes unsere Reise fortsetzen was wir am Montag machten. Die nächste Etappe sollte uns von Ourense über Tui nach Porto in Portugal führen und wir hofften das wir dann mal keine Probleme hätten.
Wie diese Etappe verlaufen ist, berichte ich in meinem nächsten Post.
Bis dahin liebe Campergrüße von
Bärbel & Wolfgang und ihrem Alfredo
Schön , wie ihr alles meistert.
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