28. Etappe von Ovada mach Milano

 


Hallo zusammen,

heute sind wir vor unserem Aufbruch noch kurz in den Ort gegangen, da ich gelesen hatte das der ganz nett sein soll. Wir waren früh mit dem Frühstück fertig so dass wir für den kleinen Spaziergang noch Zeit hatten. Das haben wir nicht bereut und was im Internet steht hat sich bewahrheitet. In nur 5 Minuten waren wir an der Kirche und auf dem Marktplatz. Weiter sind wir nur kurz durch die Gassen gelaufen und dann wieder zurück zum Alfredo.  

hier die Bilder von unserem morgentlichen Spaziergang 

Zu unsere 28. Etappe von Ovada nach Mailand sind wir so. ca. 10:15 Uhr gestartet und sollten laut Navi ca. 13:00 Uhr ankommen. Es sollte eine ruhige Etappe werden die nur ca. 160 Kilometer lang war und durch kein Gebirge führte. Am Anfang ist alles gut gelaufen und ca. 12:30 Uhr haben wir eine Pause eingelegt um Mittag zu essen. Von hier sind wir um 13:30 Uhr weitergefahren und wir hatten geplant um 15:00 Uhr in Mailand auf dem Stellplatz zu stehen. Aber da hatten wir die Rechnung ohne den Italiener gemacht, der uns auf einer engen zweispurigen Brücke entgegenkam. Kurz vor uns fuhr er plötzlich auf unsere Seite und krachte bei unserem Alfredo volle Kanne vorne Links rein. Er hat noch kurz das Lenkrad rumgezogen, hat aber nichts mehr genützt. Er hat unseren Alfredo zuerst vorne links getroffen und hat am hinteren Radkasten seine letzten Spuren hinterlassen. Ich habe sofort angehalten, aber er ist weitergefahren. Bärbel und ich sind ausgestiegen um zu begutachten was denn überhaupt für ein Schaden entstanden ist. Es war ein richtiger Schock als wir begriffen hatten das unser Alfredo so krass beschädigt wurde. Als wir auf der Brücke standen, stand der Verkehr natürlich auch komplett. Das fanden die Italiener gar nicht schön, hupten und fluchten wie die Kesselflicker. Denen war es wirklich egal was passiert war, sie wollten nur weiterkommen. Da kannten sie aber den Wolli nicht, denn fluchen kann ich auch und zwar laut. Wir standen natürlich sehr ratlos da, aber zum Glück ist der Unfallgegner nicht abgehauen, sondern nur runter von der Brücke gefahren und zu Fuß wieder zurückgekommen. Er hat uns zu verstehen gegeben das wir weiterfahren sollen, wenden und wieder zu ihm kommen sollen. Das haben wir gemacht und Gottseidank hat er tatsächlich auf uns gewartet. Als wir sein Auto gesehen hatten, wussten wir das er nicht an Unfallflucht denken konnte, weil sein Auto einfach nur noch Schrott war. Die Polizei kam dann auch schnell. Das waren zwei junge und sehr freundliche Polizisten die uns wirklich geholfen haben. Sie haben es zuerst mit englisch versucht was schon nicht schlecht war. Aber dann hat der eine seinen Kumpel angerufen der perfekt deutsch konnte was die Sache vereinfachte. Das ganze, also Unfall und Unfallaufnahme, hat uns so zwei Stunden Zeit gekostet bis wir weiterfahren konnten. Dort wo wir nach dem Unfall gewendet hatten, war eine Wohnmobilwerkstatt zu der wir erst mal hin sind um abchecken zu lassen ob wir noch fahren können. Nach ca. 20 Minuten kamen dann zwei Herren die uns mitteilten, dass sie keine Zeit hätten. Wir glaubten echt wir hören nicht richtig. Sie sollten sich das doch nur ansehen und uns ein Urteil geben was wir machen können. Nach dem wir dann noch mehrmals gefragt hatten, haben sie sich bequemt und sind mit zu Alfredo gegangen. Der eine hat nur den Kopf geschüttelt und wieder gesagt das sie keine Zeit hätten und der andere hat dann mal unter den Alfredo geschaut. Er hat an dem Rohr wo unser Ablassschlauch aufbewahrt wird gewackelt und gezogen bis er es in der Hand hatte. Das hat er neben Alfredo und uns zu Füßen gelegt und uns gesagt das wir das ja in die Garage tun können. Das wars, so hat man uns verabschiedet und ihr könnt euch vorstellen das wir etwas blöd aus der Wäsche geschaut hatten. Super Service und uns seht ihr nie wieder. Gut das es so etwas wie Bewertungen gibt, denn für diese Fa. geben wir mit Sicherheit eine ab.

hier die Bilder vom ersten Teil der Fahrt 

nun die vom Alfredo nach dem Unfall 

Von hier hatten wir dann noch so 30 Kilometer bis Mailand und den Stellplatz hatten wir auf Anhieb gefunden. Was wir nicht gut gefunden hatten war der Preis den der Herr nannte waren 50,00€ pro Nacht. Aber gut, wir hatten keinen Nerv jetzt noch einen anderen Platz zu suchen und so haben wir in den sauren Apfel gebissen. Bärbel hat die Formalitäten im Büro erledigt und dort hing eine Preisliste. Auf der Stand das Wohnmobile bis 9 Meter 40,00€ kosten und keine 50,00€ wir er von uns kassiert hat. Die Frechheit war dann, als Bärbel ihn drauf angesprochen hat, hat er mit der Schulter gezuckt und ihr 10,00€ zurückgegeben. Bärbel hatte auch keinen Nerv mehr sich mit dem rum zu zanken und hat es akzeptiert. Aber geärgert haben wir uns schon. Als ob wir heute nicht schon genug Schei…. erlebt hätten, da kommt zum Schluss des Tages noch so ein Arsch und linkt dich. Der weiß aber ganz genau das es in Mailand kaum Möglichkeiten für Camper zum übernachten gibt und so kann er sich das erlauben.

 

Das war nun unser heutiger Tag, von dem wir froh sind, wenn er vorbei ist und wir im Bett liegen. Morgen wollen wir mit dem Roller zum Mailänder Dom fahren, um diesen zu besichtigen und uns dort ein wenig umsehen. Wir hoffen das das ein ruhigerer Tag wird wie der heutige. Natürlich werden wir auch darüber wieder berichten.

Liebe Grüße aus Mailand

Wolfgang & Bärbel mit Alfredo


 

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